Natur und Umwelt in Inden chancenlos.
Mit dem Spatenstich für das neue Besucherzentrum auf der Goltsteinkuppe feiert sich die Politik selbst – doch viele Menschen in Inden sehen darin vor allem eines: ein Millionengrab auf einem der letzten wirklich schönen Naherholungsorte unserer Gemeinde.
Ja, es ist eine „besondere städtebauliche Situation“ – allerdings nur, weil ein ehemals intaktes Naherholungsgebiet für die Indener Bürger nun mit einem teuren Prestige-Bau zubetoniert wird. Die exponierte Lage zeigt weniger Zukunftsfreude als vielmehr, wie man Klimawandel und Naturschutz ignoriert und die Region in ein zukünftiges Massentourismus-Gebiet verwandelt.
Man betont, dass „Menschen empfangen“ werden sollen. Doch für ein paar bunte Bilder und eine Ausstellung, die kaum jemanden interessiert, werden Millionen investiert. Wie überall dort, wo solche Objekte in die Landschaft gesetzt werden, droht auch hier ein Gebäude zu entstehen, das mehr durch Sinnsuche glänzen wird als durch Nutzen.
Es wird ständig von „Zukunft“, „Fortschritt“ und „Strukturwandel“ gesprochen – schöne Worte ohne Beleg. Was sie wirklich bedeuten:
Die Bürgerinnen und Bürger werden zu Leidtragenden eines „Indeland-Massentourismus“, den sie nie gewollt und nie eingefordert haben.
Wo ist der Nachweis, dass sich dieses „Indeland“ jemals wirtschaftlich trägt?
Statt Natur zurückzugeben und den Tagebau zu einem echten ökologischen Vorzeigegebiet zu machen, betoniert man weiter zu. Für die Menschen im Indeland hätte ein natürlicher Rückbau deutlich mehr Vorteile:
weniger Lärm, weniger Verkehr, weniger Steuern und Abgaben – denn für die Folgekosten all dieser Tourismus-Pläne werden am Ende die Bürger der Gemeinde aufkommen müssen.
Das Besucherzentrum ist zweifellos „professionell“. Professionell in der Geldverschwendung und in der Unverfrorenheit, mit der sich politische Akteure hier ein neues Denkmal setzen.
Nun ist das Geld im wahrsten Sinne des Wortes in den Sand gesetzt – während die längst versprochene Dorferneuerung in Lucherberg, Lamersdorf und Frenz weiter auf sich warten lässt.
Statt diesen Orten endlich das zu geben, was sie wirklich brauchen, schwärmt man uns von „Vorteilen“ eines Besucherzentrums vor, nach dem kein einziger Indener Bürger jemals gefragt hat.
Aber politische Entscheidungsträger haben schon immer lieber Triumphbögen gebaut, als dem Volk das zu geben, was es wirklich braucht.
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