Unsere Heimat ist kein Produkt!
Das Indeland Forum 2025 in Linnich war ein wahres Feuerwerk der Selbstbeweihräucherung: Bürgermeister, Landschaftsarchitekten, Investoren und Ministerinnen malten sich gegenseitig ein Bild vom künftigen „Indesee“ – als sei das eine längst realisierte Erfolgsgeschichte. Uferwege, Leuchttürme, Radwege, Besucherzentrum: Alles soll kommen, und zwar „alternativlos“. Dabei stellt sich die Frage: Profitieren Bürger und Umwelt am Ende von diesem gigantischen Theater der guten Absichten?
Wirtschaftlichkeitsberechnungen? Ach, die können Sie getrost vergessen. Anstelle nüchterner Zahlen werden uns Visionen serviert, die eher nach Lalaland als nach einem realitätsnahen Planungsszenario klingen. Massentourismus soll die Region nach dem Ender des Braunkohleabbaus retten – während Natur- und Klimaschutz offensichtlich nur schmückendes Beiwerk sind. In Indien scheint noch nicht angekommen zu sein, dass die Erderwärmung schneller voranschreitet als vorausgesagt. Aber warum sollte man sich mit Realitäten aufhalten? Man überdeckt sie mit der Erfindung immer neuer substanzloser Floskeln.
„Inwertsetzung“. Was soll das konkret bedeutet? Prestigeobjekte auf der Goltsteinkuppe, die keinen Nutzen für die Indener Bevölkerung haben. Ein Millionen-Besucherzentrum, das in Wirklichkeit eher ein Denkmal für die Politiker selbst ist. Der Spatenstich steht kurz bevor – und eine Million Euro wandern schon mal in den Sand, während die Bürger brav mit ihren Steuern für die glänzenden Versprechungen zahlen. Auch wenn unser Bürgermeister die hohe Förderquote bejubelt. Förderbeträge sind Gelder aus Steuern, die ihr, liebe Bürger, vorher bezahlt habt. Und davon werden von euch in Zukunft immer mehr verlangt.
Bürgerbeteiligung? Fehlanzeige! Kritik wird beschwichtigt und aufkommender Unmut der Bevölkerung mit Marketingpsychologie glattgebügelt. Wer Zweifel äußert, wird schlichtweg ignoriert oder ausgebootet. Während die Pläne in Windeseile durchgezogen werden, drohen den Anwohnern Lärm, Verkehr, eine überlastete Infrastruktur, schlechte Lebensqualität, Entfremdung von der Heimat und Sicherheitsprobleme – und das alles im Namen eines Massentourismus, der realistisch gesehen gar nicht funktionieren kann. Die Region ist übersättigt mit Freizeitangeboten: Es gibt bereits den Brückenkopf-Park Jülich, das Bubenheimer Spieleland, das Phantasialand in Brühl, das Aquana in Würselen, die Sophienhöhe, die Talsperren in der nahen Eifel und zukünftig den Hambacher See. Die Liste ließe sich weiterführen. Und jetzt soll der Indesee auch noch Millionen von Besuchern anlocken?
Fazit: Der Indesee ist kein Strukturwandel, sondern ein Prestigeprojekt für Politiker sowie eine Möglichkeit für Investoren, ohne Rücksicht auf Nachhaltigkeit schnell Geld zu verdienen. Dies wird unter dem Deckmantel von „Lebensqualität“ und „wirtschaftlicher Entwicklung“ verkauft. Wer die Tourismusbranche kennt, weiß, dass man von einem Job darin nicht leben kann. Wenn die Bürger hier nicht frühzeitig Einhalt gebieten, wird aus der geplanten „Chance” ein Massentourismus-Alptraum, dem Natur und Klima zum Opfer fallen und der den Bürgern am Ende kaum etwas bringt.
Kein Ballermann am Indemann! Kein Massentourismus im Indeland!
Wer die Zukunft ernst nimmt, muss hier in Inden anfangen und nicht am Amazonas.
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